„Terroristen und Wutbürger“: Vortrag in Bonn

Vortrag und Diskussion mit Gerhard Scheit

Der Bürger von heute, der in seiner Wut nicht aufhört, die Gewalt zu verdrängen, die ihm sein Auskommen
sichert, so gering es auch sein mag, ist der Volksgenosse von morgen – das zeigt sich in seiner direkten oder
indirekten Komplizenschaft mit den Djihadisten.

Die Linke aber entpuppt sich, wie um ihre RAF-Vergangenheit zu büßen, geradezu als Meister dieser Verdrängungsleistung.
Noch dort, wo sie sich antideutsch geben mag, an Adornos Werk als einer Art Gebetsmühle
herumhantiert und mit dessen Dikta trommelt, zieht sie es vor, der Frage von Leviathan und Behemoth,
Souverän und „Gegensouverän“ (Manfred Dahlmann) sorgsam auszuweichen.
Engagement als Geblök und Widerstand als Selbstmordattentat, von Wutbürgertum und Djihadismus (mehr…)

Comeback

So, nach einer etwas längeren, nicht geplanten Pause, meldet sich Ravepunkz zurück.
Texte sind in Arbeit !

Wie dämlich ist die Aachener Linke, auf einer Skala von 1 bis 10?

Die richtige Antwort: 15!
Es ist der 25.5.2011 19:00, vor dem Gebäude „Mayersche Buchhandlung“, es ist ein Stand des politischen Karpadors (auch unter dem Namen SAV bekannt) aufgebaut. Drumherum einige Karpador-Fanfahnen, noch welche von „Die Linke“ und auch eine „Antifaschistische Aktion“ ist zusehen. Der Altersdurchschnitt der Teilnehmer liegt bei ca. 30 Jahren, nicht aber, weil hier besonders viele 30 Jährige wären, sondern eher, weil es neben Kindern fast nur Mitte 40er gibt. Errechnet man also den Mittelwert, sind die Leute im Durchschnitt ungefähr 30 Jahre alt.

Der Grund? Volksfeind und Volksheld (je nachdem ob man nun von der linken oder der rechten Volksgemeinschaft schaut) Thilo Sarrazin wird heute eine Vorlesung halten. Die linke Volksgemeinschaft findet das natürlich doof, warum wissen hier die wenigsten. Was genau dieser Mann gesagt hat, ist für die meisten irrelevant, aber es heisst, er wäre rassistisch. Was „rassistisch“ eigentlich ist, wissen die meisten jüngeren Teilnehmer wohl auch nicht sooo genau, aber Mami und Papi finden ihn auch doof und die waren schließlich schon 68 dabei. (mehr…)

Die „Antifa Düren“ und Lybien

Die „Antifa Düren“ äussert sich ja bekanntlich zu allen, vorzugsweise aber zu den Themen, von denen Sie überhaupt keine Ahnung hat. Auf der Website lassen sich zwei Artikel zur Situation in Lybien finden.
Dieser hier [klick] wurde vom „Bundesausschuss Friedensratschlag“ übernommen, eine Sippe verwirrter Antiimperialististen, die sich beispielsweise so [klick] zu den Mohammed-Karikaturen äusserte.

Ein zweiter Artikel, vermutlich aus eigener Hand, enthält neben typischem Müll auch diese Passagen, die ich eigentlich garnicht mehr kommentieren möchte:

„Der Wüstenstaat, der unter seinem Revolutionsführer Muammar Al-Ghaddafi seiner Bevölkerung dank der Nationalisierung seines Ölreichtums den höchsten Wohlstand in Afrika mit unentgeltlichem Bildungs- und Gesundheitswesen, mit hochentwickelten Rechten für Frauen und Kinder bieten konnte, droht in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurückgeworfen zu werden. Wie in der Kolonialzeit selbstbewusst gewordene Sklaven vor den Augen ihrer Schicksalsgefährten öffentlich ausgepeitscht wurden, so wollen heute führende NATO-Staaten das libysche Volk, auch als Warnung für die Völker der Dritten Welt, mit Bomben, Raketen und gegebenenfalls militärischer Besetzung dafür bestrafen, dass es sich ihrem Diktat entzieht, seinen eigenen Entwicklungsweg geht, sich für die Einheit und Unabhängigkeit der arabischen Welt und Afrikas einsetzt und sich jeglicher Rekolonialisierung verweigert.“

Der Artikel ist hier [klick] zu finden.

Warum nicht vergaßen?

Diese Frage darf man sich in Deutschland wieder ungestraft stellen, wenn man ein Problem mit Juden hat. Man muss nur dafür sorgen, dass durch den Aufruf zum Mord an Juden der öffentliche Friede nicht gestört wird.

In Stuttgart hatte jüngst ein Bürger Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt, weil er im Internet auf folgenden Eintrag gestoßen war: „Die gehören alle VERGAST! Hitler hat damals nichts Falsches gemacht! Nur mit den falschen MITTELN! …

§ 130 StGB sagt dazu: „Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.“
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In tiefer Trauer

Kurzer, guter Artikel von Henryk M. Broder

Nun ist Bin Laden schon über eine Woche tot, und Deutschland kommt einfach nicht mehr zur ­Ruhe. Ausgelöst durch eine Bemerkung der Kanzlerin, sie freue sich, dass es den USA gelungen sei, den Al-Qaida-Chef zu töten, beschäftigt die Diskussion das ganze Land, ob man sich darüber freuen darf, dass «ein Mensch» getötet wurde, ganz gleich, was er sich zuschulden kommen liess. Es ist eine ­jener Debatten, die man nur aus grosser Entfernung ertragen kann, nicht nur, weil sie so absurd ist, sondern deswegen, weil die Teilnehmer sich ein Wettrennen um den Ehrentitel «Kretin der Woche» liefern.

Natürlich war Osama «ein Mensch». Was sonst soll er gewesen sein? Ein Elefant im ­Porzellanladen? Ein vegetarisches Sandwich? Eine Achterbahn im Disneyland? Er war ein Mensch, so wie Hitler, Stalin, Pol Pot, Idi Amin, Jack the Ripper, Fritz Haarmann, Charles Manson, Jeffrey Dahmer, Marc Dutroux, ­Henri Landru, der Amokläufer von Winnenden und der «Kannibale» von Rotenburg Menschen ­waren. Sie haben gegessen, getrunken, sind zwischendurch aufs Klo, und man muss befürchten, dass sie ab und zu auch sexuell aktiv waren. Wie Osama Bin Laden. (mehr…)

Neue Outing-Website!

Für alle interessierten Leute im Raum Düren/Aachen empfehle ich herzlichst die Website der „Antifaschistischen Recherche Aachen“.
Gute und informative Internetseite.

Naziaufmärsche in Stolberg blockieren

An sich war geplant, auf diesem Blog einen eigenen Artikel zu den Naziaufmärschen in Stolberg und der Gegenmobilisierung zu veröffentlichen. Da wir das aber leider nicht mehr schaffen, werben wir unkommentiert für diesen Aufruf:

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Stolberg 2011 Antifa Mobi-Jingle by no-nazis

Let’s destroy the Myth of Stolberg! – Das Nazi-Event platzen lassen!
Im vierten Jahr in Folge wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden am 8. und 9. April in Stolberg zwei Aufmärsche an einem Wochenende durchführen. Bei diesen kommen jährlich 500 bis 800 Neonazis, vor allem aus Kreisen der “Freien Kameradschaften”, der “Autonomen Nationalisten” sowie der NPD zusammen, um ihre rassistischen Deutungen in Stellung zu bringen. Die Nazis instrumentalisieren den Tod eines jungen Mannes und versuchen die Umdeutung zu einem Märtyrergedenken. Der Getötete – gestorben bei einer Auseinandersetzung aufgrund von Beziehungsstreitigkeiten unter jungen Männern – wird von den Nazis zu einem der ihren stilisiert, der Angreifer hingegen zum Symbolbild “antideutscher” Gewalt, mit der sich die “Volksdeutschen” tagtäglich konfrontiert sehen. In den letzten Jahren ist ihnen dabei vergleichsweise wenig antifaschistischer Widerstand entgegen geschlagen, 2011 wird sich dies ändern!
Ende 2010 hat sich nach jahrelangem Ringen zum ersten Mal ein breiteres Bündnis gebildet, das den Nazi-Aufmarsch effektiv und entschlossen verhindern will. (mehr…)

Aktionsbericht Pro-Guttenberg-Demo in Köln

Dokumentation der Stellungnahme und Werbung für das Kommunistische Bündnis Pro-Guttenberg:

Bericht aus Köln
Auch in Köln unterstützen heute etwa 20-30 Personen, die dem Aufruf des “kommunistischen Bündnis pro Guttenberg” gefolgt waren, die Solidaritätskundgebung für den Ex-Verteidigungsminister. Die kapitalistische Systempresse hingegen schreibt von nur etwa 10 (Hierfür gibts, frei nach Guttenberg, von uns keine Quelle) Sowohl optisch als auch akustisch dominierten die Teilnehmer aus unserem Bündnis die Demonstration, gerufen wurde unter anderem “Gegen Kapital und Leistungszwang, Guttenberg ist unser Mann” oder “Mao-Stalin-Guttenberg”. Besonders unsolidarisch zeigten sich die Genossen aus dem CDU-Spektrum, die unsere Gruppe nach etwa 45 minuten unter Hilfe der Polizei der Demo verwiesen (mehr…)

Vom linken zum rechten Antisemiten

stalin
Nun ist es offiziell. Der sich bis jetzt dem marxistisch-leninistischen Spektrum zu ordnende Makss Damage aka Julian Fritsch möchte nun der radikalen Linken den Rücken kehren und ins Lager der Nationalen Sozialisten wechseln. Aber fangen wir von Vorne an:

Wer ist Makss Damage?
Makss Damage aka Julian Fritsch ist, besser gesagt war, ein stalinistischer Rapper, der seit einigen Jahren durch besonders radikal-antiimperialistische und antizionistische Texte auffiel.
Am Anfang seiner Karriere war er noch Mitglied bei der SDAJ, aus der er jedoch später aufgrund der aufkommenden Antisemitismusvorwürfe verbannt wurde.
Danach wurde er immer wieder mit der Roten Antifa NRW in Verbindung gebracht, da Positionen der Gruppe mit seinen vereinbar waren. Ob es personelle Überschneidungen gibt, ist bisher nicht bekannt. Besondere Aufmerksam erlangte Makss Damage, als in seiner Stadt Gütersloh bei einem Konzert der Band Egotronic der Tourbus dieser in Brand gesetzt wurde.

Diskussionen um Makss Damage Texte

Makss Damage Texte, besonders die seines Albums „Makssismus 2010“, waren immer wieder von Antisemitismus, Antiamerikanismus, Gewalt gegen „Antideutsche“ und Sexismus geprägt. (mehr…)